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Praxis

Vor deiner ersten Stunde: Was dich erwartet, was du mitbringen und mitteilen solltest

Du brauchst keinerlei Vorkenntnisse, bevor du kommst. Ein paar praktische Dinge solltest du jedoch wissen: was du anziehen solltest, wann du kommen solltest und was du deiner Trainerin mitteilen solltest.

Pilates-Reformer in einem klar gestalteten, lichtdurchfluteten Studio

Die meisten Fragen, die ich vor einer ersten Stunde höre, drehen sich um dasselbe: „Bin ich überhaupt beweglich / stark / fit genug dafür?“ Meine Antwort ist immer dieselbe. Pilates setzt nichts davon voraus – es ist genau dafür da, diese Fähigkeiten aufzubauen. Was du vorher wissen solltest, sind einige praktische Dinge.

Was du anziehen solltest

Eng anliegende, elastische Kleidung. Nicht aus ästhetischen Gründen: Deine Trainerin muss die Position deines Beckens, deiner Rippen und deiner Schulterblätter erkennen können – in einem weiten T-Shirt ist das nicht möglich. Verzichte auf Reißverschlüsse, Schnallen und lange Halsketten: Bei Übungen im Liegen sind sie unbequem, am Reformer können sie hängen bleiben.

Schuhe brauchst du nicht. Abhängig von den Regeln des Studios können rutschfeste Socken erforderlich sein; darüber wirst du bei der Buchung informiert. Du wirst nicht so stark schwitzen wie beim Laufen, aber ein kleines Handtuch und Wasser sind immer hilfreich.

Wann du kommen solltest

Vor deiner ersten Stunde sprechen wir kurz über deine Ziele und darüber, worauf ich achten muss; die genauen Hinweise zur Ankunft findest du in der Buchungsbestätigung.

Was du mitteilen solltest

Alles, von dem du glaubst, dass ich es über deinen Körper wissen sollte: frühere Verletzungen, Operationen oder Bewegungen, die sich unangenehm anfühlen. Ich frage danach, damit die Stunde sicher an dich angepasst werden kann; bei bestimmten gesundheitlichen Voraussetzungen können Anpassungen oder eine vorherige ärztliche beziehungsweise physiotherapeutische Rücksprache erforderlich sein. Wenn du gesundheitliche Fragen hast, kläre sie bitte zuerst mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder einer physiotherapeutischen Fachperson; Pilates-Unterricht ersetzt diese Beratung nicht.

Was während der Stunde passiert

Die erste Stunde ist langsamer, als du vielleicht erwartest. Wir absolvieren keine Übungsserien, sondern beschäftigen uns mit den Grundlagen: wie du atmest, wo sich die neutrale Beckenposition befindet und was es bedeutet, den Brustkorb „geschlossen“ zu halten. Einige Übungen werden dir sehr einfach vorkommen – bis sich zeigt, dass sie bei präziser Ausführung alles andere als einfach sind.

Sei nicht überrascht, wenn ich dich um weniger Wiederholungen bitte, als du schaffen könntest. Das Ziel der ersten Stunde ist nicht Erschöpfung, sondern dass wir beide sehen, wie sich dein Körper bewegt und wo wir sinnvoll beginnen können.

Was dich danach erwartet

Am nächsten Tag kann leichter Muskelkater auftreten, doch er ist weder das Ziel noch ein Maßstab für die Qualität der Stunde. Bei stechenden, zunehmenden oder anhaltenden Schmerzen solltest du die Übung nicht fortsetzen; informiere deine Trainerin und hole bei Bedarf ärztlichen oder physiotherapeutischen Rat ein.

In einem Satz

Komm in bequemer Kleidung zum vereinbarten Zeitpunkt und teile mir mit, was wichtig ist. Um den Rest kümmere ich mich.